Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

Feldhasewilder Kirschbaum

Hundewesen wieder stärker im JVSS

Spielt das alte Sprichwort "Jagd ohne Hund ist Schund“ überhaupt noch eine Rolle?
Die Nachtsichttechnik ist gut und innovativ geworden. Wir haben unheimlich viel Zeit das Schwarzwild
anzusprechen und dank des Vorsatzgerätes einen sauberen Schuss anzutragen.
Das Mondlicht spielt kaum noch eine Rolle und wir können an jedem Tag und zu jeder Nachtzeit jagen. Durch
den Schalldämpfer haben wir keinen Mündungsblitz und sehen sogar die Fluchtrichtung des Stückes.
Klar kostet die Anschaffung solcher Technik zwischen 1000,- und 3000,- Euro und ehrlich gesagt, wozu brauch
ich da noch einen Hund.
Wenn man sich überlegt, dass die Anschaffung eines Jagdhelfers aus einer Leistungszucht, die
Tierarztrechnungen, Hundefutter, die enormen Ausbildungskosten und teuren GPS-Geräte mindestens das 4-
Fache kosten. Dann investiere ich doch lieber in die Wärmebild- und Nachtsichttechnik. Wozu sich mit dem
„Köter“ rumplagen, wenn es doch vermeintlich einfacher geht.
Ist unser brauchbarer Jagdhund in der heutigen Zeit noch notwendig? Ich sage dazu ganz klar „ja“ !
Selbst die beste Technik drückt uns die Rotte nicht aus der Dickung oder im Fall der Fälle, wenn trotz des
Vorsatzgerätes etwas schief läuft und die notwendige gewordene Nachsuche unabdingbar wird.
Ich ziehe meinen Jagdhut vor jedem der kein Geld, Mühe und manchmal auch Tränen scheut seinen Vierbeiner
auszubilden und zur Brauchbarkeit führt.
Umso mehr freute ich mich, dass unser eintägiger Basic-Intensivkurs vom Jagdverband Sächsisch Schweiz am
05.03.22 im Revier Lichtenhain bis auf dem letzten Platz ausgebucht war. Der Schwerpunkt lag im Fach (A) der
Brauchbarkeitsprüfung. Dieser Teil ist mit der Schwerste bei der BP. Es wird nicht ohne Grund bei jedem der
Fächer wie Stöbern, Schweiß, Feld, Wasser oder Bau verlangt.
Ein Hund der in diesem Fach gut eingearbeitet und trainiert ist funktioniert auch im nichtjagdlichem Alltag viel
besser und entspannter.
Für unseren Kurs konnte ich Katja Kolbe und Sandra Hübner von der Lausitzer Jagdhundeschule gewinnen, die
den Tag professionell und mit viel Freude durchführten.
Nach einem sehr interessanten und spannenden Theorieteil in dem es um die Grundlagen des Jaghundetrainings ging, lernten die Teilnehmer wie klassische und moderne Ausbildungsmethoden vereint werden.
Der nachfolgend Praxisteil baute sich auf die voran gegangene Theorie auf. In verschiedenen Bausteinen und
konditioniertem Training arbeiteten wir die Standruhe, Leinenführigkeit und Schussfestigkeit ein.
Während der Übung des Grundgehorsames gingen unsere beiden Trainerinnen auch individuell auf die jeweiligen
Hunde und Führer ein und konnten die eine oder andere „Harte Nuss“ knacken. Es war beindruckend wie die
verschiedenen Hunde schon während der Ausbildung deutlich Erfolge zeigte.
Nach diesem gelungen Tag, waren sich alle Teilnehmer einig bei den nachfolgenden Trainings dabei zu bleiben
um von dem Knowhow von Katja und Sandra weiterhin zu profitieren. Die Folgetermine werde ich in den
kommenden Tagen bekannt geben. Ich lade alle Hundeführer unseres Verbandes herzlich dazu ein sich unserer
Trainingsgruppe anzuschließen.
Anmelden könnt Ihr Euch unter tilo.wenig@jaegerschaft-saechsische-schweiz.de

Waidmanns Heil
Tilo Wenig
Obmann Hundewesen

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